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TropfenTipp

Weinregion

Piemont

auch bekannt als: Piemonte, Piedmont

Typische Rebsorten
Rot: Nebbiolo (für Barolo und Barbaresco), Barbera und Dolcetto. Weiß: Arneis, Cortese (Gavi) und Moscato.
Klima & Böden
Kontinentales Klima am Fuß der Alpen mit heißen Sommern, kalten Wintern und herbstlichem Nebel. Böden aus Kalkmergel und Ton in den Hügeln von Langhe und Roero.
Bekannt für
Barolo und Barbaresco aus Nebbiolo – „König und Königin“ der italienischen Rotweine; saftigen Barbera, süßen Moscato d’Asti und die Trüffel von Alba.

Kurz gesagt: Das Piemont im Nordwesten Italiens ist für viele die größte Rotweinregion des Landes. Ihre Krone ist die Sorte Nebbiolo, aus der die legendären Barolo und Barbaresco entstehen – kraftvolle, langlebige Weine mit dem berühmten Duft nach „Teer und Rosen“. Daneben gibt es saftige Alltagsweine und feine Weißweine. Wer große, ernsthafte Rotweine sucht, kommt am Piemont nicht vorbei.

Am Fuß der Alpen

Der Name Piemont bedeutet „am Fuß der Berge“ – die Region wird fast rundum von Alpen und Apennin umschlossen. In den nebelverhangenen Hügeln von Langhe und Roero rund um die Städte Alba und Asti liegt das Herz des Weinbaus. Eine Besonderheit: Als einzige Region Italiens kennt das Piemont keine einfache IGT-Stufe – praktisch jeder Wein ist mindestens DOC, und es hat mehr DOCG-Spitzenherkünfte als jede andere Region. Die Weinberge von Langhe, Roero und Monferrato sind seit 2014 UNESCO-Welterbe.

Nebbiolo – König und Königin

Der Nebbiolo ist eine Diva: hell in der Farbe, aber gewaltig in Tannin und Säure. Sein Name leitet sich vom Nebel (nebbia) ab, der im Herbst über den Hügeln liegt, wenn er spät gelesen wird. Aus ihm entstehen die beiden großen Weine: der mächtige, langlebige Barolo („der König“) und der etwas zugänglichere, elegante Barbaresco („die Königin“). Typisch sind Aromen von Rose, Teer, Kirsche und – mit den Jahren – Trüffel und Leder.

Barbera, Dolcetto und der Alltag

Nicht jeder Piemont-Wein ist ein Denkmal. Der Barbera liefert saftige, säurefrische Rotweine mit dunkler Kirsche für jeden Tag, der Dolcetto weiche, fruchtige Weine zum sofort Trinken. Sie sind das genussvolle Rückgrat der Region.

Weißweine und süße Perlen

Bei Weiß glänzt der Arneis aus dem Roero mit Birne und Kräutern, der Gavi (aus Cortese) mit zitrischer Frische. Und weltberühmt ist der Moscato d’Asti – ein leichter, süßer, zart prickelnder Wein mit Trauben- und Blütenduft und wenig Alkohol.

Klima, Nebel und Trüffel

Das kontinentale Klima bringt heiße Sommer und kalte Winter; der Herbstnebel ist Namensgeber und Reifehelfer zugleich. Die Böden aus Kalkmergel und Ton prägen den Stil der Weine. Und über allem schwebt die Küche: Alba ist die Welthauptstadt des weißen Trüffels – hier gehören Wein und Essen so eng zusammen wie kaum sonst.

Wozu Piemont-Weine passen

  • Barolo & Barbaresco: Wild, Braten, Schmorgerichte, Trüffelgerichte und gereifter Käse.
  • Barbera & Dolcetto: Pasta, Pizza, Salami und die herzhafte piemontesische Küche.
  • Arneis & Gavi: Fisch, Vorspeisen und Risotto.
  • Moscato d’Asti: zu Obst, Kuchen und Panettone.

So servierst du Piemont-Weine richtig

Temperatur: Barolo und Barbaresco bei 17–18 °C, Barbera und Dolcetto bei 15–16 °C, weiße bei 10–12 °C, Moscato d’Asti kühl bei 6–8 °C.

Dekantieren: Junge Barolo und Barbaresco gewinnen deutlich durch ein bis zwei Stunden Luft; ältere nur behutsam umfüllen.

Häufige Fragen

Wo liegt die Weinregion Piemont?

Im Nordwesten Italiens, am Fuß der Alpen, mit dem Kernland in den Hügeln von Langhe und Roero rund um Alba und Asti.

Welche Rebsorten sind typisch für das Piemont?

Bei Rot vor allem Nebbiolo (für Barolo und Barbaresco), Barbera und Dolcetto; bei Weiß Arneis, Cortese (Gavi) und Moscato.

Was ist der Unterschied zwischen Barolo und Barbaresco?

Beide entstehen aus Nebbiolo. Barolo gilt als mächtiger und langlebiger, Barbaresco als etwas eleganter und früher zugänglich.

Warum heißt die Sorte Nebbiolo?

Der Name geht auf den Nebel (nebbia) zurück, der im Herbst über den Weinbergen liegt, wenn die spät reifende Sorte gelesen wird.

Wozu passen Piemont-Weine?

Barolo und Barbaresco zu Wild, Braten und Trüffel; Barbera und Dolcetto zu Pasta und Pizza; Moscato d’Asti zu Dessert.

Bei welcher Temperatur trinkt man Barolo?

Bei 17–18 °C, junge Weine gern nach ein bis zwei Stunden in der Karaffe.

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