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TropfenTipp

Weinregion

Pfalz

Typische Rebsorten
Riesling (Leitsorte), Weißburgunder, Grauburgunder und Müller-Thurgau. Rot: Dornfelder, Spätburgunder und Portugieser.
Klima & Böden
Eine der wärmsten und trockensten Regionen Deutschlands, geschützt vom Pfälzerwald – fast mediterran, hier gedeihen sogar Feigen und Mandeln. Böden aus Buntsandstein, Kalk, Löss und Basalt.
Bekannt für
Kraftvolle, reife Rieslinge der Mittelhaardt (Forst, Deidesheim), füllige Burgundersorten im Süden sowie die Deutsche Weinstraße und den Dürkheimer Wurstmarkt.

Kurz gesagt: Die Pfalz im Südwesten Deutschlands ist das zweitgrößte Weinbaugebiet des Landes und eine seiner sonnigsten Ecken. Man nennt sie oft die „deutsche Toskana“ – hier reifen Rieslinge zu kraftvoller, saftiger Fülle, und im Süden gedeihen die Burgundersorten prächtig. Wer deutschen Wein mit mehr Wärme und Schmelz sucht als von der Mosel, ist hier goldrichtig.

Die deutsche Toskana

Geschützt durch den waldreichen Pfälzerwald im Westen liegt die Pfalz in einer der wärmsten, trockensten Klimazonen Deutschlands. Feigen, Mandeln und sogar Zitronen wachsen hier im Freien – ein fast südländisches Lebensgefühl, das sich auch im Wein niederschlägt. Mittendurch führt die Deutsche Weinstraße, die 1935 als erste Weintouristenstraße Deutschlands eröffnet wurde.

Riesling mit mehr Kraft

Der Riesling ist auch hier König, doch er zeigt sich anders als im kühlen Norden: reifer, kräftiger, mit Aromen von gelbem Pfirsich und Aprikose und einer weicheren Säure. Das Herz des Spitzen-Rieslings ist die Mittelhaardt mit ihren berühmten Weindörfern Forst, Deidesheim, Ruppertsberg und Wachenheim – hier entstehen große trockene Gewächse von Weltklasse.

Das Burgunderland des Südens

Weiter südlich, entlang der Südlichen Weinstraße, drehen sich die Weinberge zunehmend um die Burgundersorten: cremiger Weiß- und Grauburgunder sowie samtiger Spätburgunder. Dazu kommt der dunkle, fruchtige Dornfelder und der leichte Portugieser als unkomplizierter Alltagswein.

Klima und Böden

Viel Sonne, wenig Regen und ein buntes Bodenmosaik prägen die Region: Buntsandstein, Kalkstein, Löss und – etwa in der Lage Forster Kirchenstück – sogar Basalt. Diese Vielfalt erlaubt es, für jede Sorte den passenden Boden zu finden, und gibt den Weinen ihre Bandbreite.

Genuss und Weinfeste

Die Pfalz ist eine Genussregion durch und durch. Höhepunkt ist der Dürkheimer Wurstmarkt, der als größtes Weinfest der Welt gilt – bei einem riesigen Fass, das heute ein Restaurant beherbergt. Hier wird Wein nicht museal zelebriert, sondern gelebt.

Wozu Pfalz-Weine passen

  • Riesling: der regionale Klassiker Saumagen, Schweinebraten, kräftiger Fisch und würzige asiatische Küche.
  • Weiß- und Grauburgunder: Geflügel, Kalb, Pilze und Flammkuchen.
  • Spätburgunder & Dornfelder: Gegrilltes, Wild, Braten und Käse.

So servierst du Pfalz-Weine richtig

Temperatur: Riesling und weiße Burgunder bei 10–12 °C, Spätburgunder bei 15–17 °C.

Dekantieren: Meist nicht nötig. Nur dichte, junge Spätburgunder profitieren von etwas Luft.

 

Häufige Fragen

Wo liegt die Weinregion Pfalz?

Im Südwesten Deutschlands, zwischen Rheinebene und Pfälzerwald. Sie ist das zweitgrößte Weinbaugebiet Deutschlands.

Welche Rebsorten sind typisch für die Pfalz?

Vor allem Riesling, dazu Weiß- und Grauburgunder sowie die roten Sorten Dornfelder, Spätburgunder und Portugieser.

Wie unterscheidet sich Pfälzer Riesling von Mosel-Riesling?

Durch das wärmere Klima wird er reifer und kräftiger, mit gelber Frucht und einer weicheren, runderen Säure – fülliger als der filigrane Mosel-Riesling.

Was ist die Deutsche Weinstraße?

Eine 1935 eröffnete Touristenstraße, die durch die Pfälzer Weindörfer führt – die erste ihrer Art in Deutschland.

Wozu passen Pfalz-Weine?

Riesling zu Saumagen, Braten und würziger Küche; Burgunder zu Geflügel und Pilzen; Spätburgunder und Dornfelder zu Gegrilltem und Wild.

Bei welcher Temperatur trinkt man Pfalz-Weine?

Weißweine bei 10–12 °C, Spätburgunder bei 15–17 °C.

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