Elsass
auch bekannt als: Alsace
- Typische Rebsorten
- Riesling, Gewürztraminer, Pinot Gris (Grauburgunder) und Muscat – die vier „edlen“ Sorten; dazu Pinot Blanc, Sylvaner und – als einzige rote – Pinot Noir.
- Klima & Böden
- Sonnig und sehr trocken im Regenschatten der Vogesen; äußerst vielfältige Böden aus Granit, Kalk, Schiefer und Sandstein.
- Bekannt für
- Sonnig und sehr trocken im Regenschatten der Vogesen; äußerst vielfältige Böden aus Granit, Kalk, Schiefer und Sandstein.
Kurz gesagt: Das Elsass an der deutsch-französischen Grenze ist Frankreichs Reich der aromatischen Weißweine. Eine Besonderheit: Anders als im übrigen Frankreich werden die Weine nach ihrer Rebsorte benannt – wie in Deutschland. Von knochentrocken über füllig bis edelsüß reicht die Bandbreite, dazu kommt feiner Crémant. Wer duftige, charaktervolle Weißweine liebt, ist hier goldrichtig.
Deutscher Einfluss, französischer Wein
Eingebettet zwischen den Vogesen und dem Rhein, direkt an der deutschen Grenze, hat das Elsass eine bewegte Geschichte – die Region wechselte mehrfach zwischen Frankreich und Deutschland. Das zeigt sich bis heute: Fachwerkstädtchen, deutsch klingende Ortsnamen und die für Frankreich ungewöhnliche Etikettierung nach Rebsorte.
Die vier edlen Sorten
Vier Sorten gelten im Elsass als besonders edel:
- Riesling – rassig, mineralisch, trocken; mit dem Alter eine feine Petrolnote.
- Gewürztraminer – opulent und würzig, mit Litschi, Rose und Ingwer.
- Pinot Gris – füllig, rauchig, mit Honig- und Dörrobstnoten.
- Muscat – herrlich traubig und blumig, meist trocken ausgebaut.
Dazu kommen Pinot Blanc, Sylvaner und der Pinot Noir als einzige rote Sorte.
Trocken, edelsüß und prickelnd
Die meisten Elsässer sind (halb-)trocken, doch die Region kann auch süß: Als Vendanges Tardives (Spätlese) entstehen füllige, reife Weine, als Sélection de Grains Nobles edelsüße Raritäten aus edelfaulen Trauben. Und der Crémant d’Alsace ist der meistverkaufte Crémant Frankreichs – eine feine, günstige Schaumwein-Alternative.
Die Grand-Cru-Lagen und die Vogesen
Die Vogesen halten die Regenwolken aus dem Westen ab – deshalb ist Colmar eine der trockensten Städte Frankreichs. Viel Sonne und kühle Nächte lassen die Trauben langsam und aromatisch reifen. In den 51 Grand-Cru-Lagen mit ihren höchst unterschiedlichen Böden – von Granit über Kalk und Schiefer bis Sandstein – wird jede Sorte auf ihren idealen Untergrund gepflanzt.
Wozu Elsass-Weine passen
- Riesling: Fisch, Meeresfrüchte und das regionale Choucroute (Sauerkraut mit Fleisch).
- Gewürztraminer: würzige asiatische Küche, Gänseleber und kräftiger Käse wie Munster.
- Pinot Gris: Geflügel, Schwein, Pilze und Flammkuchen (Tarte flambée).
- Crémant: als Aperitif; edelsüße Weine zum Dessert.
So servierst du Elsass-Weine richtig
Temperatur: Trockene Weiße (Riesling, Muscat) bei 8–10 °C, die aromatischen Gewürztraminer und Pinot Gris etwas wärmer bei 10–12 °C, Crémant bei 6–8 °C, edelsüße Weine bei 8–10 °C.
Dekantieren: Nicht nötig – die Weine leben von Frische und Duft.
Häufige Fragen
Wo liegt die Weinregion Elsass?
Im Nordosten Frankreichs, an der deutschen Grenze, zwischen den Vogesen und dem Rhein rund um Colmar und Straßburg.
Welche Rebsorten sind typisch für das Elsass?
Vor allem Riesling, Gewürztraminer, Pinot Gris und Muscat, dazu Pinot Blanc, Sylvaner und der rote Pinot Noir.
Warum werden Elsass-Weine nach Rebsorte benannt?
Anders als im übrigen Frankreich, wo die Herkunft im Vordergrund steht, nennt das Elsass die Rebsorte auf dem Etikett – ein Erbe seiner deutschen Prägung.
Sind Elsass-Weine süß oder trocken?
Meist trocken oder halbtrocken. Es gibt aber auch hochwertige edelsüße Spezialitäten wie Vendanges Tardives und Sélection de Grains Nobles.
Was ist Gewürztraminer?
Eine aromatische Weißweinsorte mit typischen Noten von Litschi, Rose und Gewürzen – opulent und unverwechselbar.
Bei welcher Temperatur trinkt man Elsass-Weine?
Trockene Weiße bei 8–10 °C, aromatische Sorten bei 10–12 °C, Crémant bei 6–8 °C.