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TropfenTipp

Weinregion

Burgenland

auch bekannt als: Neusiedlersee

Typische Rebsorten
Rot: Blaufränkisch (die Leitsorte), Zweigelt und St. Laurent. Weiß: Welschriesling und Weißburgunder, oft für edelsüße Weine.
Klima & Böden
Warmes, pannonisches Klima; der flache Neusiedlersee spendet Feuchtigkeit und begünstigt Edelfäule. Böden aus Schiefer, Kalk und Lehm.
Bekannt für
Kraftvolle Blaufränkisch-Rotweine und weltberühmte edelsüße Weine vom Neusiedlersee, darunter der historische Ruster Ausbruch.

Kurz gesagt: Das Burgenland im Osten Österreichs ist das Rotwein-Herz des Landes – und zugleich eine der großen Süßwein-Regionen der Welt. Seine Leitsorte ist der Blaufränkisch, aus dem kraftvolle, würzige Rotweine mit fester Struktur entstehen. Rund um den flachen Neusiedlersee reifen zudem betörende edelsüße Weine. Wer Rotwein mit Charakter oder goldenen Süßwein sucht, ist hier richtig.

Österreichs Rotwein-Herz

An der Grenze zu Ungarn, geprägt vom warmen pannonischen Klima, liegt das Burgenland. Anders als das weißweindominierte Niederösterreich ist es das Land der Rotweine. Zentrale Figur ist der Neusiedlersee – ein großer, sehr flacher Steppensee, der wie ein Wärmespeicher und Feuchtigkeitsspender wirkt und das Klima entscheidend prägt.

Blaufränkisch – der würzige König

Der Blaufränkisch ist die Seele des burgenländischen Rotweins. Er ergibt tiefdunkle Weine mit dunkler Kirsche, Brombeere, einer pfeffrigen Würze und einer festen, griffigen Struktur, die ihn langlebig macht. Sein Kernland ist das Mittelburgenland, das man auch „Blaufränkischland“ nennt. Dazu kommen der fruchtige Zweigelt und der samtige St. Laurent.

Edelsüße Weine vom Neusiedlersee

Die zweite große Stärke des Burgenlands sind seine Süßweine. Die Feuchtigkeit des Sees fördert im Herbst die Edelfäule (Botrytis), die die Trauben eintrocknet und ihren Zucker konzentriert. So entstehen goldene, unsterbliche Weine mit Honig, Aprikose und Dörrobst. Rund um die Stadt Rust hat der historische Ruster Ausbruch eine jahrhundertealte Tradition.

Klima und Böden

Das pannonische Klima bringt warme, sonnige Sommer – ideal, um Rotweintrauben voll ausreifen zu lassen. Der Neusiedlersee mildert Temperaturschwankungen und liefert die Feuchtigkeit für die Süßweine. Die Böden reichen von Schiefer am Eisenberg über Kalk am Leithaberg bis zu Lehm und Schotter rund um den See.

Wozu Burgenland-Weine passen

  • Blaufränkisch & kräftige Rote: Braten, Wild, Grillfleisch, Gulasch und gereifter Käse.
  • Zweigelt: Brettljause, Geflügel und herzhafte Alltagsküche.
  • Edelsüße Weine: Gänseleber, Blauschimmelkäse und fruchtige Desserts – oder solo.

So servierst du Burgenland-Weine richtig

Temperatur: Blaufränkisch bei 16–18 °C, Zweigelt bei 15–16 °C, edelsüße Weine gut gekühlt bei 8–10 °C.

Dekantieren: Junge, kräftige Blaufränkisch profitieren von etwas Luft; ältere behutsam behandeln.

Häufige Fragen

Wo liegt die Weinregion Burgenland?

Im Osten Österreichs, an der Grenze zu Ungarn, rund um den Neusiedlersee. Es ist das wichtigste Rotweingebiet des Landes.

Welche Rebsorten sind typisch für das Burgenland?

Bei Rot vor allem Blaufränkisch, Zweigelt und St. Laurent; bei Weiß Welschriesling und Weißburgunder, oft für Süßwein.

Was ist Blaufränkisch?

Die wichtigste Rotweinsorte des Burgenlands: dunkel, würzig und fest strukturiert, mit gutem Reifepotenzial.

Warum ist der Neusiedlersee für die Süßweine so wichtig?

Seine Feuchtigkeit fördert im Herbst die Edelfäule, die die Trauben eintrocknet und ihren Zucker konzentriert – die Grundlage der edelsüßen Weine.

Wozu passen Burgenland-Weine?

Blaufränkisch zu Braten, Wild und Gulasch; Zweigelt zur Jause; edelsüße Weine zu Käse und Dessert.

Bei welcher Temperatur trinkt man Burgenland-Weine?

Rotweine bei 16–18 °C, edelsüße Weine bei 8–10 °C.

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