Rotwein · Italien · Sizilien
Feudo Arancio Cantodoro Riserva Sicilia 2022
bei Hawesko
9,99 €
13,32 €/l
Zum AngebotWerbung Preis-Stand 22.07.2026 · inkl. USt., zzgl. Versand · ohne Gewähr
Kurz gesagt: Nero d’Avola ist die wichtigste rote Rebsorte Siziliens und ihr stolzes Aushängeschild – oft auch Calabrese genannt. Erwarten darfst du einen kraftvollen, südlich-warmen Rotwein mit tiefer Farbe, reifer dunkler Frucht, mediterranen Kräutern, Lakritz und schwarzem Pfeffer. Trotz der heißen Herkunft bringt er eine erstaunlich frische Säure mit, die ihm Balance und Lagerpotenzial verleiht. Stilistisch erinnert er an einen kräftigen Syrah – ein Genusswein mit Temperament und meist gutem Preis-Genuss-Verhältnis.
Nero d’Avola bringt das sonnenverwöhnte Temperament Süditaliens ins Glas – der Name bedeutet wörtlich „der Schwarze aus Avola“, nach einer Stadt im Südosten Siziliens. Und schwarz ist das passende Wort: Die Weine sind tiefdunkel, in der Nase drängen reife Schwarzkirsche, Pflaume und Brombeere nach vorn, begleitet von mediterranen Kräutern, Lakritz und einer pfeffrigen Würze. Am Gaumen ist Nero d’Avola vollmundig und kraftvoll, mit präsenten, aber samtig eingebundenen Tanninen.
Das eigentlich Überraschende kommt aber erst: Trotz der großen Hitze Siziliens behält die Sorte eine lebendige Säure. Genau diese Frische sorgt dafür, dass die Weine trotz ihrer Wärme und Fülle saftig und ausgewogen bleiben – und dass gute Exemplare mehrere Jahre reifen können. Man vergleicht Nero d’Avola stilistisch oft mit einem kräftigen Syrah von der Rhône: viel dunkle Frucht, Würze und Kraft, aber mit mediterraner Sinnlichkeit. (Siehe auch unsere Seite zu Syrah.)
Nero d’Avola ist eine der traditionellen Sorten Siziliens und stammt mit großer Wahrscheinlichkeit von der Insel selbst, aus der Gegend um Avola im Südosten. Verwirrend ist ihr zweiter Name Calabrese: Er klingt nach Kalabrien, geht aber vermutlich auf einen sizilianischen Dialektausdruck für „(Traube) aus Avola“ zurück – mit Kalabrien hat die Sorte kaum etwas zu tun, dort wird sie kaum angebaut.
Lange diente Nero d’Avola vor allem als kräftige, farbintensive Verschnitttraube, mit der man blassere Weine aus dem Norden aufwertete. Seit den 1990er-Jahren wird sie höchst erfolgreich auch reinsortig ausgebaut und hat eine erstaunliche Karriere hingelegt. Ihr berühmtester Auftritt im Verschnitt ist der Cerasuolo di Vittoria – Siziliens einzige DOCG (höchste Qualitätsstufe) –, in dem Nero d’Avola mit der duftig-eleganten Sorte Frappato kombiniert wird und besonders trinkfreudige, feine Weine ergibt.
Wie Nero d’Avola schmeckt, hängt stark von Ausbau und Lage ab. Zwischen zwei Polen spannt sich das Spektrum auf:
Zunehmend entstehen zudem elegante Nero d’Avola aus kühleren Höhenlagen, die noch mehr Frische und Finesse zeigen. Wer die Sorte kennenlernen will, hat mit einem fruchtigen und einem holzgereiften Exemplar zwei sehr unterschiedliche Gesichter im Glas.
Kräftige Nero d’Avola aus warmen Lagen werden meist im Holzfass ausgebaut, das die Tannine glättet und der Frucht Würze und den typischen „Schmelz“ verleiht. Fruchtbetonte Weine reifen dagegen im Stahl.
Beim Reifepotenzial gilt: Fruchtige, junge Nero d’Avola trinkt man in den ersten 2 bis 4 Jahren. Gehobene, dichte Weine entwickeln sich dank der guten Säure über 5 bis 10 Jahre, die besten Exemplare auch länger.
Serviertemperatur: 16–18 °C. Junge, kräftige Weine profitieren von etwas Luft in der Karaffe (30 bis 60 Minuten). Ein großes Rotweinglas gibt der dunklen Frucht Raum.
Nero d’Avola liebt Herzhaftes – seine Kraft und Würze verlangen nach kräftigen Gerichten, seine Frische macht ihn zugleich flexibel.
Für alle, die kräftige, fruchtbetonte Rotweine mit südlichem Temperament mögen – und für Genießer, die einen Syrah-artigen Stil zu meist fairem Preis suchen. Dank der weichen, samtigen Tannine ist Nero d’Avola auch für Einsteiger gut zugänglich, bietet in seinen dichten, holzgereiften Varianten aber genug Tiefe für anspruchsvolle Momente. Wer Sizilien im Glas erleben will, liegt hier goldrichtig.
Kraftvoll und südlich, mit reifer dunkler Frucht (Schwarzkirsche, Pflaume, Brombeere), Kräutern, Lakritz und schwarzem Pfeffer. Vollmundig, mit samtigen Tanninen und erstaunlich frischer Säure.
Ja. „Calabrese“ ist ein Synonym für Nero d’Avola. Der Name klingt nach Kalabrien, geht aber wohl auf einen sizilianischen Dialektausdruck für „aus Avola“ zurück – die Sorte stammt von Sizilien.
Stilistisch gibt es Ähnlichkeiten: viel dunkle Frucht, Würze und Kraft. Nero d’Avola wirkt dabei oft etwas sinnlicher und mediterraner, mit weichen Tanninen und frischer Säure.
Zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, Lamm, kräftiger Pasta, Tomatengerichten und würziger mediterraner Küche sowie zu gereiftem Käse.
Ja. Durch weiche, samtige Tannine und viel reife Frucht ist die fruchtige Variante gut zugänglich. Dichte, holzgereifte Weine sind eher für anspruchsvollere Genießer.
Fruchtige Weine trinkt man jung (2 bis 4 Jahre). Gehobene, dichte Nero d’Avola reifen dank ihrer Säure über 5 bis 10 Jahre, die besten Exemplare auch länger.
Bei 16–18 °C. Junge, kräftige Weine profitieren von etwas Luft in der Karaffe.
Rotwein · Italien · Sizilien
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Rotwein · Italien · Sizilien
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